ödland

gehe in eine Stadt, oder irgendwoanders hin….du wirst es finden.

ödes Land.

Orte, die dir leer, oder ent-lebt vorkommen.

Sind die dort aussen – oder innen?

ich gehe auf diesen Schuttacker neben der Baustelle, hinterm Bahnhof, und weiss, auch das bin ich, dieses Gefühl von brachliegender, ausgetrockneter oder nach dem Regen eingschlammter Fläche. Das finde ich auch: in mir.

doch ich finde dort auch – verlässslich überall wo ich hingehe – die oft unbemerkt und unverdrossen sich durch härteste und unwirtlichste Oberflächen hindurchlebende Pflanzen. Kleine, große, üppige. Es lebt, auch im Ödland.

Risse der Tockenheit, karger Boden, und da steht sie, die kleine Melde. nebendran noch eine. Und andere.

Wo schau ich hin?

Ich mag diese Orte.

Ich nehme mein Cello

und spiele.

lausche den Autos, den Zügen, und lasse Töne antworten.

so lebt es wieder, auch in mir, auch auf dem Ödland.

ich lebe zusammen mit dem unzerstörbaren Leben des Lebendigen.

Es ist auch in mir, das spüre ich gerade jetzt.

danke

23.8.21

du findest mich wenn du willst zufällig oder ruf mich an. Wenn du mitspielen willst, schön!